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Österreichische Tribologische Gesellschaft

Programm der ÖTG Jahrestagung 2020

9:30 -   9:45  Eintreffen der Vorort-Teilnehmer


Grußworte und Ehrungen

9:45 - 10:00  Andreas Pauschitz, ÖTG-Obmann

Hinweis: Streaming startet um 9:45


Wasserstoffaktivitäten in Österreich

Robert ADLER
Robert ADLER

Vortragszeit: 10:00 - 10:30

Autor(en): Robert ADLER, Sarah GRUBER

Vortragende(r): Ing. Robert ADLER

Zugehörigkeit: Maximator Advanced Technology, Wien, Österreich

Kurzfassung: Im Vortrag wird eine kurze Einführung zur technischen Ausführung einer klassischen Wasserstofftankstelle mit Fokus auf die Aktivitäten in Mitteleuropa und im Speziellen in Österreich und der Schweiz, und zum grundsätzlichen Aufbau einer Wasserstofftankstelle, gegeben. Die Leistungsfähigkeit einer Wasserstofftankstelle wird im Wesentlichen durch den verwendeten Verdichter bestimmt. Bei der Konstruktion eines solchen Verdichters müssen einige technische Hürden gemeistert werden, die z.B. darin bestehen, dass diese Maschinen mannlos (ohne Betreiber) auf einer öffentlichen Tankstelle mit dem Betriebsmedium Wasserstoff eine Druckerhöhung bis zu 1000 bar erreichen müssen. Diese drucktechnische Herausforderung wird noch dadurch verstärkt, dass durch die öffentlich zugängliche Aufstellung natürlich höchste Sicherheitsanforderungen eingehalten werden müssen. Durch die Verwendung des Wasserstoffs für Brennstoffzellensysteme muss die Druckerhöhung unter strengsten Reinheitsanforderungen erfolgen. Hierin liegt auch eine tribologische Herausforderung, da alle Wasserstoff-berührten Teile absolut ölfrei laufen müssen.


Anwendungen von optimierten Dünnschichten in tribologischen Systemen

Paul Heinz Mayrhofer
Paul Heinz Mayrhofer

Vortragszeit: 10:30 - 11:00

Autor(en): Paul Heinz Mayrhofer

Vortragende(r): Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr.mont. Paul Heinz Mayrhofer

Zugehörigkeit: Technische Universität Wien, Institut für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie, Wien, Österreich

Kurzfassung: As the demands on machining tools and engineering components continuously increase, robust protective coatings are increasingly important that also guarantee for excellent tribological performance. Whenever mechanical attack is dominating the loading profile of materials, the combination of high strength and fracture toughness is required. Nitrides are excellent candidates for exceptionally high strength (with hardness even above 40 GPa) to withstand high mechanical loading. However, their sometimes-limited wear resistance and frictional behavior requires additional knowledge-based materials design.
We will use recent developments – where we applied alloying and architecture concepts (e.g., composition and/or phase modulated layers) to transition metal nitrides – to derive important materials design guidelines for improved strength but also wear resistance and/or friction coefficients. The coatings were prepared by physical vapor deposition (magnetron sputtering as well as arc evaporation) and investigated by X-ray diffraction, transmission electron microscopy, nanoindentation (for hardness and indentation modulus), and pin-on-disc tests. Especially Ti-Al-N coatings still belong to one of the most important material classes for machining tools and engineering components. We will show how their wear resistance and friction behavior can be tuned by alloying with other elements such as V, W, Mo, or Ni; or by an architectural design with repeated nm-thin layers of VN. In general, a layered architecture proofed to be extremely beneficial whenever it comes to shearing such as in tribological contacts. This we will explore in more detail with TiN/CrN multilayers, where we also show how beneficial a modified deposition technique such as high power impulse magnetron sputtering (HiPIMS) could be. Last but not least we will have an excursion to the self-assembled formation of MoS2 and carbon-based nanoclusters during tribological contacts lubricated with oils containing sulfurized olefin extreme-pressure (EP) additives.
The individual concepts allow the design of materials to meet the ever-growing demand for protective coatings tailor-made for specific applications.


Biotribologie in der Orthopädie - ein neuer Aspekt?

Stefan NEHRER
Stefan NEHRER

Vortragszeit: 11:00 - 11:30

Autor(en): Stefan NEHRER

Vortragende(r): Univ.-Prof. Dr. Stefan NEHRER

Zugehörigkeit: Donauuniversität Krems – Universität für Weiterbildung Krems, Fakultät für Gesundheit und Medizin, Krems, Österreich

Kurzfassung: Die Tribologie befasst sich mit den Reibungseigenschaften von Materialien, die Biotribologie im Besonderen ist eine neue Disziplin, die sich mit den Reibungseigenschaften von biologischen Strukturen und Geweben befasst. Im Bewegungsapparat ist die Anwendung von tribologischen Untersuchungen hinsichtlich der Gleitfähigkeit aber auch der Degeneration und dem Verschleiß sinnvoll. Einerseits ist es Ziel der Biotribologie die Entstehung von Abnützungserkrankungen wie zB. der Arthrose zu verstehen, andererseits aber auch die Therapiekonzepte hinsichtlich des Einflusses auf die Gleiteigenschaften von Gewebe zu analysieren. So hat sich gezeigt, dass die Belastungsrichtung bei solchen Tests ganz entscheidend für die Belastbarkeit und metabolische Aktivität des Knorpels ist. Die Testung von künstlichen Materialien –wie sie in der Endoprothetik verwendet werden – gegenüber biologischen Gewebestrukturen erscheint ein wichtiges Gebiet im Bereich der Biotribologie. Die Ergebnisse aus den Studien der Biotribologie erweitern das Verständnis von der Gelenkfunktion, insbesondere des Knorpels und dessen Ersatzmaterialien.


Extraktion von Semantik aus Bilddaten mittels maschinellem Lernen

Robert SABLATNIG
Robert SABLATNIG

Vortragszeit: 11:30 - 12:00

Autor(en): Robert SABLATNIG

Vortragende(r): Ao.Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr.techn. Robert SABLATNIG

Zugehörigkeit: Technische Universität Wien, Institut für Visual Computing and Human-Centered Technology, Wien, Österreich

Kurzfassung: Maschinelles Lernen ist ein Teilgebiet der künstlichen Intelligenz und ist als etabliertes Forschungsgebiet seit Jahrzehnten durch einen rasanten technologischen Fortschritt geprägt. Der Begriff der künstlichen Intelligenz, welcher 1955 erstmals von Minsky, McCarthy, Newell und Simon definiert wurde, beschreibt Maschinen, die sich verhalten, als würden sie über eine Art menschliche Intelligenz verfügen. Im Allgemeinen umfasst der Begriff Maschinelles Lernen Methoden, die mithilfe von Lernprozessen Zusammenhänge in bestehenden Datensätzen erkennen, um darauf basierend Vorhersagen zu treffen. Daher ist dieses Thema vor allem bei der automatischen Bildauswertung von Interesse, bei der im Allgemeinen Semantik aus Bildinformationen extrahiert werden soll. Der Vortrag soll in die Thematik von maschinellem Lernen in der Bildauswertung einführen wobei vor allem neueste Entwicklungen des Teilgebiets Deep Learning auf Bilddaten anhand von Beispielen vorgestellt werden. Im Wesentlichen wird gezeigt, dass ein Modell aufgrund der selbstlernenden Algorithmen und der existierenden Daten zukunftsrelevante Rückschlüsse ziehen kann, ohne diese explizit zu programmieren. Als Grundlage für diese Lernprozesse dienen Instanzen als Dateneingabe, die sich durch eine vordefinierte Reihe an Attributen charakterisieren und dadurch die Extraktion von Semantik ermöglichen.


Mittagspause

12:00 - 12:45


An Investigation into the Use of Diamond Like Coatings for Reduced Boundary Friction within Valvetrain Components

Stephen BEWSHER
Stephen R. BEWSHER

Vortragszeit: 12:45 - 13:00 / 5 Min. Diskussion

Autor(en): P. ANDREOU1, S.R. BEWSHER2, M. MOHAMMAD-POUR1, G. OFFNER2

Vortragende(r): Stephen R. BEWSHER, PhD

Zugehörigkeit:

  • 1Wolfson School of Mechanical Engineering, Loughborough University, Loughborough, England
  • 2AVL List GmbH, Graz, Austria

Kurzfassung: It is known that in some cases the valvetrain system and its sub-components account for up to 34% of frictional losses in ICEs, making it a key target for manufacturers to gain further efficiency. This presentation explores one of the opportunities available for valvetrain manufacturers using Diamond Like Coatings in comparison with base steel for reduction of friction within the cam follower contact. Surface topography measurements of a coated and uncoated valvetrain sample are used as an input for an analytical elastohydrodynamic simulation algorithm embedded within a flexible multi-body dynamics solver, coupling the effects of both tribology and dynamics. Simulation is made at component level of a single valve train with an over head cam-actuated tappet. The simulation results for the cam follower contact are investigated to show how coating technologies can be used to improve the tribological performance at a conjunction level.


Analytische Bewertung von Verschleißmechanismen in nasslaufenden Fahrzeugkupplungen unter Verwendung von ToF-SIMS und LC-MS Methoden

Vortragszeit: 13:05 - 13:20 / 5 Min. Diskussion

Autor(en): Mirjam BÄSE1, Astrid LEBEL2, Rainer FRANZ2, Josef PROST2

Vortragende(r): Dr.-Ing. Mirjam BÄSE

Zugehörigkeit:

  • 1Magna Powertrain GmbH & Co KG, Lannach, Österreich
  • 2AC2T research GmbH, Wiener Neustadt, Österreich

Kurzfassung: In Allrad-Antriebssträngen werden Verteilergetriebe zum Übertragen des Drehmomentes zur Vorder- und Hinterachse verwendet. Die Drehmomentenübertragung erfolgt bedarfsgerecht mittels einer nasslaufenden Lamellenkupplung. Die Lamellenkupplung ist als tribologisches System bestehend aus einer definierten Anzahl an Stahllamellen und Belagslamellen sowie einem Kühlöl definiert. Die Kupplung ist über die Lebensdauer einer Vielzahl von Beanspruchungen ausgesetzt. Dazu gehören zum einen Betriebsbeanspruchungen, wie z. B. Pressungen, Differenzdrehzahlen, Temperaturen in definierten Schlupfzuständen, aber auch Systemeinflüsse, wie z. B. Betriebsmittel, Wasser oder sonstige Kontaminationen, die mit der Lamellenkupplung wechselwirken. Die Herausforderung ist dabei, im Falle einer Fehlfunktion der Kupplung die Fehlerursache zu bestimmen. Im vorliegenden Fall deutete das Schadensbild der Kupplung auf einen Wassereinfluss im System hin, der allerdings nicht mit konventionellen Methoden nachweisbar ist. Deshalb wurden spezielle Analysemethoden zur Charakterisierung der Stahllamellen- und auch Öleigenschaften (ToF-SIMS und LC-MS) auf molekularer Ebene mit dem Ziel verwendet, die Negativwirkung des Wassers in der Kupplung analytisch einzuschätzen. Das Ergebnis der Analysen wird im Vortrag vorgestellt.


Feldstudie über die Motoröl-Alterung in Personenkraftwagen

Adam AGOCS
Adam AGOCS
András Lajos NAGY
András Lajos NAGY

Vortragszeit: 13:25 - 13:40 / 5 Min. Diskussion

Autor(en): Adam AGOCS1,2, András Lajos NAGY3, József PERGER4, Jan ROHDE-BRANDENBURGER3, Bettina RONAI1,2, Charlotte BESSER1, Nicole DÖRR1

Vortragende(r): Adam AGOCS, BSc; András Lajos NAGY

Zugehörigkeit:

  • 1AC2T research GmbH, Wiener Neustadt, Österreich
  • 2TU Wien, Institut für Chemische Technologien und Analytik, Getreidemarkt 9/164, 1060 Wien, Österreich
  • 3Széchenyi István Universität, Lehrstuhl für Verbrennungsmotoren und Antriebstechnologie, Egyetem tér 1., 9026 Győr, Ungarn
  • 4AUDI HUNGARIA Zrt, 9027 Győr, Audi Hungária út 1., Ungarn

Kurzfassung: Wichtige Anforderungen an moderne Verbrennungsmotoren sind bessere Emissionswerte durch verringerten Kraftstoffverbrauch, höhere Leistungsdichte sowie Ausfallssicherheit und längere Wartungsintervalle. Diese Trends erhöhen die Anforderungen an alle Maschinenkomponenten, einschließlich der Motoröle. Der Ölzustand – bestimmt durch Additivabbau, Bildung von Alterungsprodukten und Kontaminationen – hat einen starken Einfluss auf die tribologische Leistungsfähigkeit. Da die Ölalterung von zahlreichen Betriebsparametern bestimmt wird, sind Untersuchungen im realen Betrieb notwendig. Eine umfangreiche Feldstudie ausgewählter Otto- und Dieselfahrzeuge wird präsentiert, in der chemische Ölzustandsindikatoren mit Betriebsparametern korreliert werden.


Optimierung der Lebensdauer und Effizienz durch innovative Schichtsilikat-basierte Schmierstoffadditive

Petr CHIZHIK
Petr CHIZHIK

Vortragszeit: 13:45 - 14:00 / 5 Min. Diskussion

Autor(en): Petr CHIZHIK, Stefan BILL

Vortragende(r): Dr. Petr CHIZHIK

Zugehörigkeit: Rewitec GmbH (CRODA Energy Technologies), Lahnau, Deutschland

Kurzfassung: Gründe für Ineffizienz und Ausfälle tribologischer Systeme sind oft mangelnde Schmierung, nicht optimale Oberflächenbeschaffenheit der Bauteile, Stillstandschäden oder eine zu hohe Belastung. Da die Lösung solcher Probleme normalerweise nur durch Austausch oder Reparatur der Bauteile möglich ist, ist sie mit hohen Kosten verbunden und kann je nach System sehr aufwendig sein. Für solche Fälle bietet REWITEC einen innovativen Schmierstoffzusatz mit einer reparierenden und schützenden Wirkung an. Die Hauptkomponente des Additivs sind Schichtsilikate in Plättchenform, die die Oberflächen des Tribosystems durch Adsorption bedecken und sie somit reparieren und schützen. Gleichzeitig wird bei diesem Prozess die Oberflächenrauheit signifikant reduziert, was zu einer gleichmäßigeren Lastverteilung im System führt. Die Technologie kann in öl- und fettgeschmierten Systemen wie Motor, Getriebe oder Lager eingesetzt werden und wird vor allem im Bereich Windenergie, Mobilität und Industrie angewendet. Dabei beobachtet man eine signifikante Reduktion von Reibung, Verschleiß, Oberflächenrauheit und Temperatur, was zu einer Steigerung der Effizienz, Zuverlässigkeit und Lebensdauer führt. Im Rahmen des Vortrags werden die Wirkungsweise der Technologie, neuste Labortests und besonders interessante Anwendungsbeispiele präsentiert.


Wassergeschmierte Schiffsgetriebe

Robert KASTL
Robert KASTL

Vortragszeit: 14:05 - 14:20 / 5 Min. Diskussion

Autor(en): Robert KASTL

Vortragende(r): Robert KASTL

Zugehörigkeit: REINTRIEB GmbH Ambient Water Transmissions, Wien, Österreich

Kurzfassung: Hochleistungsgetriebe, wie sie in Schiffsantrieben eingesetzt werden, sind nach dem aktuellen Stand der Technik immer ölgeschmierte Getriebe. 10% der jährlichen Ölverschmutzung – mind. 140 Mio. Liter Öl/Jahr – stammen aus Getriebe- und Lager-Leckagen, die aufgrund von regulärer Abnutzung oder ebenso üblichem Versagen von Dichtungen aufgrund externer Einflüsse auftreten. Gleichzeitig sorgt der Wassereintritt in herkömmlichen ölgeschmierten Lager- und Getriebesysteme zu schnellem Schmierabfall, Getriebeversagen und teuren Reparaturen. Bisher war der Einsatz wassergeschmierter Getriebe und Lager nur bei Anwendungen mit geringen Belastungen möglich. Reintrieb hat Materialpaarungen gefunden und Getriebesysteme entwickelt, die eine Schmierung aller relevanten Getriebe- und Lagerteile mit Umgebungswasser (inkl. Meerwasser) bei schiffsantriebstypischen Belastungen ermöglichen. Damit entfällt jegliche Umweltverschmutzung durch Ölleckagen, die Kosten im Vergleich zu teuren Bio-Ölen oder wasserbasierten Polymerschmierstoffe sinken in den Cent-Bereich und Betriebsstillstände durch Getriebeschäden nach Wassereintritt werden vermieden. Reintrieb hat diese wassergeschmierten Getriebe und Lager in Kooperation mit AC2T entwickelt und die Getriebeteile vom FZG Institut der TU München und vom Tribologiezentrum der HS Mannheim Einsatztests bei (Salz)Wasserschmierung erfolgreich auf ihre Einsatzfähigkeit testen lassen. Der Vortrag stellt die Ergebnisse des Entwicklungsstandes und die Herausforderungen bis zu einsatzfähigen Produkten vor.


Vortragspause

14:25 - 14:40


Schienen-Schädigung oder von den Zwängen der Spurführung

Roman SCHMID
Roman SCHMID

Vortragszeit: 14:40 - 14:55 / 5 Min. Diskussion

Autor(en): Roman SCHMID

Vortragende(r): Dipl.-Ing. Roman SCHMID

Zugehörigkeit: ÖBB-Infrastruktur AG, Wien, Österreich

Kurzfassung: Die ÖBB-Infrastruktur AG betreibt ein sehr heterogenes Schienennetz, in dem verschiedenste Betriebszustände bzw. Umgebungsbedingungen zu unterschiedlichen Schädigungen der Schienen führen. Erfahrungen aus der Fahrweg-Instandhaltung und Analysen der Datenbanken zeigen ein breites Spektrum an Instandhaltungserfordernissen. Der Vortrag zeichnet anhand verschiedener Gleisquerschnitte im Netz das Potpourri der Fahrweginstandhaltung für die Komponente Schiene nach und streift dabei unterschiedliche Schädigungsphänomene.


Entwicklung einer intelligenten Plattform zur effizienten Überwachung und Optimierung tribologischer Systeme

Ruth FLEISCH
Ruth FLEISCH

Vortragszeit: 15:00 - 15:15 / 5 Min. Diskussion

Autor(en): Ruth FLEISCH, Samuel BITRUS, Eugen RIGGER, Igor VELKAVRH, Joël VOYER

Vortragende(r): Dipl.-Ing. Ruth FLEISCH

Zugehörigkeit: V-Research GmbH, 6850 Dornbirn, Österreich

Kurzfassung: Die Anwendung digitaler Methoden bietet zahlreiche Möglichkeiten zur Automatisierung der Analyse und Optimierung tribologischer Systeme. Die dazu vorhandenen Ansätze und mathematische Modelle sind allerdings nicht spezifisch für den Bereich der Tribologie ausgelegt. Dieser erfordert aufgrund seines interdisziplinären Charakters spezielle Versuchsaufbauten sowie die Berücksichtigung einer Vielzahl von Variablen. In diesem Kontext präsentiert die vorliegende Arbeit die aktuell laufende Entwicklung einer Plattform zur effizienten Überwachung und Optimierung tribologischer Systeme. Diese Plattform besteht aus einer Toolbox, welche Signalbearbeitungen und zugehörige statistische Auswertungen automatisiert, womit z.B. Conditional Monitoring für Labor- und Industriesetups ermöglicht wird. Die Integration von Methoden aus dem Bereich Data Science ermöglicht es, dominierende Einflussgrößen und Unregelmäßigkeiten zu erkennen, sowie Prognosen über das Systemverhalten zu erstellen. Die Plattform wird mit laufenden Projekten validiert und weiterentwickelt, um zukünftig eine tribologische Datenbank zu erschaffen. Dadurch werden zukünftig Experimentreihen übergreifende Analysen ermöglicht.


Monitoring des Verschleißzustandes von Rollenpressen in der Zementindustrie

Matthias MAJ
Matthias MAJ

Vortragszeit: 15:20 - 15:35 / 5 Min. Diskussion

Autor(en): Matthias MAJ1, Reinhard GRUNDTNER1, Martin KIRCHGAẞNER2, Markus VARGA1

Vortragende(r): Matthias MAJ, MSc

Zugehörigkeit:

  • 1AC2T research GmbH, Wiener Neustadt, Österreich
  • 2Castolin GesmbH, Wiener Neudorf, Österreich

Kurzfassung: Die genaue Kenntnis des aktuellen Anlagenzustandes ist für die produzierende Industrie von entscheidender Bedeutung hinsichtlich effizienter Instandhaltung und Wettbewerbsfähigkeit. In dieser Arbeit wird am Beispiel Walzenmühlen ein robustes Sensornetzwerk aufgebaut, das den aktuellen Anlagenzustand in der rauen Umgebungsbedingung der Schwerindustrie erfasst. Die Daten werden über sichere Online-Datenübertragung an die wissenschaftlichen Partner zur Auswertung übermittelt und nach einer Datenverarbeitung über Virtual Reality Tools visualisiert. Durch effiziente Big Data Analyse werden die wesentlichen Anlagen- und Verschleißparameter identifiziert, um einen Digitalen Zwilling zu generieren, und Lebensdauerprognosen mittels Lab-2-Field Ansatz für die Verschleißkomponenten zu berechnen. Der Anlagenbetreiber wird so über den aktuellen Anlagenzustand sowie über den Verschleißfortschritt und kritische Entwicklungen informiert. Auf Basis dieser Prognosen kann der Anlagenbetreiber prädiktive Wartungsmaßnahmen für eine kostenoptimierte und effiziente Instandhaltung ableiten.


Vorteile und Einschränkungen der Verwendung komplex legierter Hartauftragungen bei der industriellen Verschleißbekämpfung

Martin KIRCHGAẞNER
Martin KIRCHGAẞNER

Vortragszeit: 15:40 - 15:55 / 5 Min. Diskussion

Autor(en): Martin KIRCHGAẞNER1, Robert KIRCHMAYER1, Christian KATSICH2, Harald ROJACZ2

Vortragende(r): Dipl.-Ing. Dr. Martin KIRCHGAẞNER

Zugehörigkeit:

  • 1Castolin GesmbH, Wiener Neudorf, Österreich
  • 2AC2T research GmbH, Wiener Neustadt, Österreich

Kurzfassung: Einhergehend mit der notwendigen Effizienzsteigerung industrieller Anlagen werden zunehmend bestehende Verschleißschutzlösungen hinterfragt und durch neue Konzepte ersetzt. Bei der Standzeitverlängerung von Maschinen zur Materialzerkleinerung und -klassierung werden zunehmend verschiedene Varianten von FeCrC Hartstoffsystemen durch komplexe Fe-Basis Legierungssysteme mit 4 oder mehr Legierungselementen ersetzt.  Der Nutzen dieser Hartauftragungen ist – stärker als bei den konventionellen Legierungssystemen - abhängig von der eingesetzten Verarbeitungstechnologie und den Verarbeitungsparametern. Im Rahmen der vorgestellten Entwicklungsarbeiten wurde eine ausgewählte Variante einer komplexen Legierung auf den Einfluss der Schweißparameter in Bezug auf das Verschleißverhalten untersucht und bewertet. Dies ermöglicht in weiterer Folge die weitere Optimierung der Standzeiten von kritischen Anlagenteilen in der rohstoffverarbeitenden Industrie.


Funktionelle Walzenoberflächen in der Papierindustrie

Balazs JAKAB
Balazs JAKAB
Norbert GAMSJÄGER
Norbert GAMSJÄGER

Vortragszeit: 16:00 - 16:15 / 5 Min. Diskussion

Autor(en): Norbert GAMSJÄGER1, Balazs JAKAB2

Vortragende(r): Dipl.-Ing. Balazs JAKAB, Dipl.-Ing. Dr. Norbert GAMSJÄGER

Zugehörigkeit:

  • 1Aerospace and Advanced Composites GmbH, Wiener Neustadt, Österreich
  • 2AC2T research GmbH, Wiener Neustadt, Österreich

Kurzfassung: Die Walzen in einer Papiermaschine haben gut definierten Aufgaben, wonach die Walzenbezüge nach verschiedenen Anforderungen und Beanspruchungen ausgesetzt sind. Hierzu bieten die Kompositwerkstoffe sehr gute Möglichkeiten, um die Funktionalität der Walzenoberflächen zweckmäßig zu gestalten.
Die maßgeschneiderten Komposit-Formulierungen wurden im Hinblick auf die hohe mechanische Festigkeit, Verschleißresistenz, chemische Beständigkeit und erhöhte Antihaft-Eigenschaften definiert.
Nach der Vorauswahl durch tribologische Untersuchungen im Labor wurden Prototypwalzen hergestellt, wobei die Optimierung des Produktionsprozesses, sowie der Auswahl von geeigneten Faserverstärkungen wichtige Arbeitsschritte waren. Die hergestellten Prototypwalzen wurden bei den industriellen Projektpartnern eingebaut und unter realen Produktionsbedingungen erfolgreich eingesetzt. Gute Ergebnisse wurden im Bereich der Korrosionsschutz und der Selbstreinigung der Walzenoberflächen erzielt.


Ausblick auf die nächste Jahrestagung und Schlussworte

16:20 - 16:30